Datenverkehr nach Verursacher

Diese Prüfung empfängt NetFlow v5/v9 oder IPFIX vom Router oder Switch. Sie zeigt die größten Quellen, Ziele, Protokolle und Verbindungen nach exportiertem Datenvolumen.

  1. Aktivieren Sie den passenden Export am Router oder Switch.

  2. Tragen Sie dort als Exportziel die IP-Adresse des zentralen Monitoring-Servers ein.

  3. Öffnen Sie am zugeordneten Gerät Einrichten → Weitere Prüfungen und ergänzen Sie Datenverkehr nach Verursacher.

  4. Tragen Sie unter Quell-IP des Exporters die tatsächliche Absender-IP des Routers/Switches ein. Ein Hostname ist hier nicht zulässig.

  5. Legen Sie Lokaler UDP-Empfangsport fest, üblicherweise 2055, und stellen Sie den Exporter auf denselben Port ein.

  6. Stellen Sie am Exporter aktiven Export und Vorlagenwiederholung auf 60 Sekunden. Exportieren Sie Quell-/Ziel-IP, Protokoll, Ports sowie Byte- und Paketzähler.

  7. Erlauben Sie UDP-Verkehr vom Exporter zum Monitoring-Server.

  8. Wählen Sie Auswertungszeitraum (Minuten), 1 bis 60 Minuten, Vorgabe fünf.

  9. Klicken Sie auf Empfang prüfen. Der Test wartet bis zu 90 Sekunden auf neue Datensätze.

  10. Klicken Sie auf Alles speichern.

Es werden nur Daten von der angegebenen Quell-IP ausgewertet. Verwendbar sind lokale UDP-Ports von 1.024 bis 65.535. Insgesamt können höchstens 64 aktive Flussexporter und 16 UDP-Empfangsports eingerichtet werden. NetFlow/IPFIX wird zentral empfangen; ein entfernter Messsammler übernimmt diesen Empfang nicht.

In den Gerätedetails erscheinen Größte Verursacher, Quellen und Ziele. Der Abschnitt Verbindungen und Protokolle ergänzt entsprechende Top-Listen. Die aktuellen Top-Werte können über ihre Bezeichnung als Verlauf geöffnet werden. Die Auswertung erfolgt im Minutenraster.

Verwenden Sie möglichst einen Messpunkt je Datenfluss und keinen Sampling-Export, wenn Sie unveränderte Datenmengen bewerten möchten. Mehrere Messpunkte und Sampling beeinflussen die exportierten Zähler. Netzwerkadressen und Ports belegen keine sichere Zuordnung zu einer bestimmten Person oder Anwendung. Rohdaten werden höchstens eine Stunde im Arbeitsspeicher gehalten; die aktuellen Top-Werte erhalten Messhistorien.